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Gesetz über die Hilfe für durch Anti-D-Immunprophylaxe mit dem Hepatitis-C-Virus infizierte Personen (Anti-D-Hilfegesetz – AntiDHG) § 7a Bestandsschutz

(1) Berechtigte nach § 1 Absatz 1 Satz 1 erhalten die monatliche Rente nach § 3 Absatz 2 weiterhin in der für den letzten bei ihnen festgestellten Grad der Schädigungsfolgen vorgesehenen Höhe, wenn nach dem 31. Dezember 2019 auf Grund einer Neufestsetzung des Grades der Schädigungsfolgen eine niedrigere oder keine Rente zu leisten wäre.

(2) Berechtigte nach § 1 Absatz 1 Satz 1 erhalten die monatliche Rente nach § 3 Absatz 2 auf Antrag in der Höhe, die für den vor dem 1. Januar 2014 zuletzt bei ihnen festgestellten Grad der Schädigungsfolgen vorgesehen ist, wenn auf Grund von Neufestsetzungen des Grades der Schädigungsfolgen ab dem 1. Januar 2014 bis einschließlich 31. Dezember 2019 eine niedrigere oder keine Rente zu leisten war. Wurde der Antrag nach Satz 1 bis zum Ablauf des 30. Juni 2020 gestellt, besteht der Anspruch ab dem 1. Januar 2020, andernfalls ab dem Ersten des Monats, in dem der Antrag gestellt wurde.

(3) Anpassungen nach § 8 bleiben von den Absätzen 1 und 2 unberührt.

25 Jahre Deutscher Verein Anti-D HCV-Geschädigter e. V.

Am 11.02.1995 wurde unser Verein unter dem Namen Deutscher Verein HCV-Geschädigter e. V. in Leipzig aus Selbsthilfegruppen gegründet. Nach dem uns Frauen durch die Einsicht in die Gerichtsakten des Anti-D-Geheimprozesses bewusst geworden war, welches Unrecht uns vorsätzlich durch das Gesundheitswesen der ehemaligen DDR zugefügt wurde.

Es folgten Jahre des Kampfes um eine gerechte Entschädigung, der an uns verübten Arzneimittelstraftat, mit Briefaktionen an die Politiker, Demonstrationen in Bonn und Berlin und Petitionen an den Bundestag und die Länder.

Oft schien unser Kampf erfolglos zu verlaufen, dann endlich wurde uns im Jahre 2000 ein für uns leider unbefriedigendes Anti-D-Hilfegesetz vorgelegt. Es hieß in Berlin, nehmt es an oder ihr bekommt gar nichts. Wir nahmen es in der Verzweiflung eines Ertrinkenden an. So ging unser Kampf weiter unter der Umbenennung unseres Vereins in Deutschen Verein Anti-D HCV-Geschädigter e. V. Wieder erfolgten Briefaktionen, Demonstrationen, Petitionen, persönliche Gespräche mit Politikern, die Aufarbeitung unserer Arzneimittelstraftat durch einen Wissenschaftler und eine enge Zusammenarbeit mit den Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Wir konnten 2019 einen Teilerfolg verbuchen, d. h. für eine festgelegte Zeitspanne besteht Bestandsschutz, sodass die Herabstufung durch die Ämter gestoppt wurde.

Doch sind nicht alle Unzulänglichkeiten des Anti-DHG aus dem Weg geräumt und es gilt weiterhin zu kämpfen, um allen Frauen eine gerechte Entschädigung zu teil werden zu lassen.

 

Workshop in Bad Schlema 2018

Das Thema der künstlerischen Traumabewältiging war dieses Mal, dass wir Frauen ein Selbstporträt von uns gestalten konnten, so entstanden unter Anleitung der Kunst -Therapeutin Frau Ursula Hermann -Jensen aussagekräftige Porträts, sie zeigen die Zerrissenheit, die Ausweg-und die Machtlosigkeit von uns.