„30. Jahrestag des Mauerfalls“

Buchlesung und Bilderausstellung

Diese Veranstaltung wird durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

 

Workshop in Bad Schlema 2018

Das Thema der künstlerischen Traumabewältiging war dieses Mal, dass wir Frauen ein Selbstporträt von uns gestalten konnten, so entstanden unter Anleitung der Kunst -Therapeutin Frau Ursula Hermann -Jensen aussagekräftige Porträts, sie zeigen die Zerrissenheit, die Ausweg-und die Machtlosigkeit von uns.

Leberkrebs nach Hepatitis C-Behandlung: Gibt es einen Zusammenhang?

Leberkrebs nach Hepatitis C-Behandlung: Gibt es einen Zusammenhang?

fzm, Stuttgart, Mai 2017 – Führende Leberexperten rätseln derzeit darüber, warum einige Menschen, die mit modernen Medikamenten von einer Infektion mit dem Hepatitis C-Virus geheilt wurden, kurze Zeit später an Leberkrebs erkranken. Forscher aus Barcelona vermuten in der Fachzeitschrift „Seminars in Liver Disease“ (Thieme Publishers, Stuttgart 2017), dass die Heilung der Virusinfektion die körpereigene Krebsabwehr in der Leber schwächt.

Die Behandlung der Hepatitis C hat sich in den letzten Jahren verbessert: Neue direkt wirksame antivirale Wirkstoffe (DAA), die die Virusvermehrung in den Leberzellen blockieren, können die Infektion auch dann noch zuverlässig zur Ausheilung bringen, wenn die Leber bereits stark geschädigt ist. Auch Patienten, die bereits einmal Leberkrebs, eine Spätfolge der chronischen Hepatitis, überwunden haben, werden erfolgreich behandelt.

In einer früheren Studie berichteten Maria Reig und Zoe Mariño vom „Hospital Clínic de Barcelona“, dass 21 von 77 Patienten, bei denen zunächst ein Leberkrebs erfolgreich behandelt worden war, nach einer späteren Ausheilung der Hepatitis C erneut an Leberkrebs erkrankten. Inzwischen sind 24 Patienten betroffen. Der hohe Anteil von mehr als 31 Prozent, die rasche Rückkehr der Krebserkrankung und vor allem ein äußerst aggressives Wachstum der Tumore alarmierte die beiden Forscherinnen. Sie diskutieren seither mit ihren Kollegen darüber, ob es einen Zusammenhang mit der Behandlung mit DAAs gibt. Die Frage war zuletzt im April auf dem „International Liver Congress“ (ICL) der „European Association for the Study of the Liver“ in Amsterdam ein zentrales Thema. Weitere Forscher präsentierten Fallberichte, die zu einem ähnlichen Schluss wie Reig und Mariño kamen. Andere führen die Häufung von Krebserkrankungen allein darauf zurück, dass mit den neueren Mitteln zunehmend auch ältere Patienten mit bereits fortgeschrittener Leberzirrhose behandelt werden. Mit zunehmendem Alter und zunehmender Dauer der Infektion steige jedoch das Risiko auf eine Krebsentstehung. Dies allein könnte nach Ansicht der Kritiker die Häufung und das rasche Krebswachstum erklären.

Reig und Mariño stellen in „Seminars in Liver Disease“ eine weitere Vermutung auf, die sie ebenfalls beim ILC präsentierten: Die chronische Hepatitis habe zur Folge, dass sich vermehrt Abwehrzellen in der Leber aufhalten, darunter auch solche, die eine latente Krebserkrankung in Schach halten. Der schnelle Behandlungserfolg durch DAA und das Abklingen könne dazu führen, dass sich die Abwehrzellen zurückziehen und der Leberkrebs sich ungehemmt entwickeln kann.

In Deutschland wurden dem Robert Koch-Institut im Jahr 2015 4.887 Erkrankungen gemeldet. Die Zahl der Betroffenen könnte jedoch wesentlich höher sein, denn viele Patienten merken zunächst nichts von der Infektion. Der Erfolg der Hepatitis C-Behandlung mit DAAs hat dazu geführt, dass möglichst viele Patienten, die vorher auf Grund der starken Nebenwirkungen von der Behandlung mit Interferon ausgenommen waren, mit diesen Wirkstoffen behandelt werden. Reig und Mariño hoffen, dass durch weitere Studien genauer definiert werden kann, für welche Patienten ein erhöhtes Krebsrisiko besteht.

Reig et al.: Liver Cancer Emergence Associated with Antiviral Treatment: An Immune Surveillance Failure? Seminars in Liver Disease 2017; efirst (7. April 2017)

https://www.thieme.de/de/presse/leberkrebs-hepatitis-c-behandlung-115037.htm

Workshop in Bad Schlema 2017

Der Work Shop 2 wurde erstmalig von einer Kunst-Therapeutin, Frau Ursula Hermann –Jensen, betreut. Die Bilder entstanden unter dem Thema „Wie gehe ich mit der an mir verübten Arzneimittelstraftat um, welche Gefühle verbinde ich mit der Zeit 1978/79“.  So konnten sich die betroffenen Frauen zum ersten Mal nach jahrelanger Verdrängung des Traumas  öffnen und es auf Leinwand bringen. Es entstanden sehr aussagestarke Bilder.

Buchlesung

Einladung zur Buchpräsentation

Vertuschter Skandal – Die kontaminierte Anti-D-Prophylaxe in der DDR 1978/1979 und ihre Folgen

Studienreihe der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Zeit:                        Dienstag, 13.06.2017, 17.00-18.30 Uhr

Ort:                         Halle (Saale), Marktplatz 2, Festsaal des Stadthauses,

Begrüßung und Moderation:          Birgit Neumann-Becker, Beauftragte des Landes Sachsen- Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur  

Präsentation:                                        Prof. Dr. Florian Steger, Universitätsprofessur und Direktor  des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der    Universität Ulm.

Eintritt frei    

Veranstalter:  Behörde der Landesbeauftragten, Schleinufer 12,  39104 Magdeburg,  Tel. Nr.: 03 91-5 60 15 01

 

Zum Buch:

von Florian Steger, Carolin Wiethoff und Maximilian Schochow

312 Seiten / 17,95 €

011/2016 erschienen / ISBN 978-3-95462-753-0

Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale) www.mitteldeutscherverlag.de

 

Patienten als Opfer der SED-Politik

Anfang der 70er Jahre wurde in der DDR die Anti-D-Prophylaxe eingeführt. Das verwendete Anti-D-Immunglobulin wurde aus Blutplasma hergestellt. Im Frühjahr 1978 bestand der Verdacht, dass Spender an einer Hepatitis erkrankt waren, dennoch wurde das kontaminierte Blutplasma verwendet. Im Januar 1979 häuften sich Meldungen über Hepatitiserkrankungen bei Frauen, die eine Anti-D-Prophylaxe erhalten hatten. 1979 fand ein Geheimprozess statt, Betroffene und Öffentlichkeit wurden nicht informiert. Mit der vorliegenden Untersuchung werden die damaligen Ereignisse rekonstruiert und die Folgen für die Frauen und ihre Angehörigen analysiert.

Galerie der Kunstwerke

Bilder des Kunstworkshops vom 12 .11. 2016 in Leipzig:  Ausdruck des Leidensweg

Margit Papke                                                Monika Grone

 

Eine Galerie an Kunstwerke, erstellt in der 1. Kreativwoche in Bad Schlema vom 03.07.-09.07.2016. Die Bilder spiegeln den Umgang mit der Krankheit der betroffenen Frauen wieder.

1. Kunstwerk 07.20162. Kunstwerk3. Kunstwerk4. Kunstwerk5. Kunstwerk6. Kunstwerk7. Kunstwerk