Chronik zur Anti-D-Arzneimittelstraftat 1978/79

Januar 2004- Durch die neue Gesundheitsreform werden viele Medikamente, welche für die geschädigten Frauen eine Linderung der HCV-bedingten Symptome bewirken und damit zur Verbesserung des Allgemeinbefindens führen, aus der Liste der verordnungsfähigen Medikamente genommen. Es ist keine Änderung des Bundesversorgungsgesetzes vorgesehen, so die Aussage der Versorgungsämter.

Juli 2004- 3. Briefaktion und Petitionen vieler geschädigter Frauen an die einzelnen Bundestagsfraktionen und den Petitionsausschuss der Länder und des Bundestages mit der Bitte, die HCV-bedingte Rentenminderung zu überprüfen und im Rentenrecht zu korrigieren.

März 2005- Von den Behörden wird ein Erhebungsbogen des „Hepatitis-Kompetenznetz“ unter den betroffenen Frauen in Umlauf gebracht. Von Seiten des Vereins wird gewarnt, dieser Bogen wäre juristisch äußerst bedenklich und der Datenmissbrauch ist dadurch gegeben.

Januar 2006- Das Neurologische Institut der MHH will Studien über das Fatigue-Syndrom und die HCV-Enzephalopathie an chronisch HCV-Erkrankten durchführen. Viele geschädigte Frauen nehmen in den nächsten Jahren an diesen Studien teil. Die Studienergebnisse belegen den Zusammenhang zur HCV-Erkrankung.

Januar 2007- Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE: Probleme bei der Anerkennung der Entschädigungen für die durch Anti-D-Immunprophylaxe mit dem Hepatitis-C-Virus infizierten Frauen.

März 2007- Ausführliche Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE ohne Verbesserungen für die Geschädigten.

Juni 2007-  Der Vorstand des Vereins und der RA wenden sich mit einer Stellungnahme zumAntiDHG an den Vorsitzenden und die Obleute des Ausschusses für Gesundheit des Bundestages, spezielle Problematik: Umsetzung AntiDHG auf Verwaltungsebene der Länder.

November 2007- Teilnahme des Vorstandes und des RA an der Bundes-Länder-Konferenz in Berlin, erneut wird der Katalog an Forderungen zur Durchsetzung des AntiDHG vorgelegt.

Januar 2008- Vereinsschreiben an den Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestag: Die Probleme der Umsetzung des AntiDHG für die Straftatsopfer müssen gelöst und die Fehler behoben werden.

Januar 2008- Entschließungsantrag DIE LINKE im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages in Sachen Problemumsetzung AntiDHG

April 2008- Kleine Anfrage der LINKEN zu den Problemen bei der Ausführung des Anti-DHG und Offener Brief zur Entschädigung von HCV-Infizierten an den Ausschuss für Gesundheit

Oktober 2008- MONITOR-Sendung(WDR) „Blutskandal-das lange Leiden der Hepatitis C Opfer“, die Sendung entsteht durch die Unterstützung des Vereins

März 2009- Das Thüringer Landesversorgungsamt plant im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine „Datenerfassung zum natürlichen Verlauf der Hepatitis-Virus-Infektion“. Sie ersucht von den Anti-D-Geschädigten die Unterzeichnung einer Einwilligungserklärung. Der Verein lehnt die Unterzeichnung aus Datenschutzgründen und vielen Unklarheiten über die „Gesellschaft zum Studium der HCV e. V.“ ab.