25 Jahre Deutscher Verein Anti-D HCV-Geschädigter e. V.

Am 11.02.1995 wurde unser Verein unter dem Namen Deutscher Verein HCV-Geschädigter e. V. in Leipzig aus Selbsthilfegruppen gegründet. Nach dem uns Frauen durch die Einsicht in die Gerichtsakten des Anti-D-Geheimprozesses bewusst geworden war, welches Unrecht uns vorsätzlich durch das Gesundheitswesen der ehemaligen DDR zugefügt wurde.

Es folgten Jahre des Kampfes um eine gerechte Entschädigung, der an uns verübten Arzneimittelstraftat, mit Briefaktionen an die Politiker, Demonstrationen in Bonn und Berlin und Petitionen an den Bundestag und die Länder.

Oft schien unser Kampf erfolglos zu verlaufen, dann endlich wurde uns im Jahre 2000 ein für uns leider unbefriedigendes Anti-D-Hilfegesetz vorgelegt. Es hieß in Berlin, nehmt es an oder ihr bekommt gar nichts. Wir nahmen es in der Verzweiflung eines Ertrinkenden an. So ging unser Kampf weiter unter der Umbenennung unseres Vereins in Deutschen Verein Anti-D HCV-Geschädigter e. V. Wieder erfolgten Briefaktionen, Demonstrationen, Petitionen, persönliche Gespräche mit Politikern, die Aufarbeitung unserer Arzneimittelstraftat durch einen Wissenschaftler und eine enge Zusammenarbeit mit den Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Wir konnten 2019 einen Teilerfolg verbuchen, d. h. für eine festgelegte Zeitspanne besteht Bestandsschutz, sodass die Herabstufung durch die Ämter gestoppt wurde.

Doch sind nicht alle Unzulänglichkeiten des Anti-DHG aus dem Weg geräumt und es gilt weiterhin zu kämpfen, um allen Frauen eine gerechte Entschädigung zu teil werden zu lassen.