Buchlesung

Einladung zur Buchpräsentation

Vertuschter Skandal – Die kontaminierte Anti-D-Prophylaxe in der DDR 1978/1979 und ihre Folgen

Studienreihe der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Zeit:                        Dienstag, 13.06.2017, 17.00-18.30 Uhr

Ort:                         Halle (Saale), Marktplatz 2, Festsaal des Stadthauses,

Begrüßung und Moderation:          Birgit Neumann-Becker, Beauftragte des Landes Sachsen- Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur  

Präsentation:                                        Prof. Dr. Florian Steger, Universitätsprofessur und Direktor  des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der    Universität Ulm.

Eintritt frei    

Veranstalter:  Behörde der Landesbeauftragten, Schleinufer 12,  39104 Magdeburg,  Tel. Nr.: 03 91-5 60 15 01

 

Zum Buch:

von Florian Steger, Carolin Wiethoff und Maximilian Schochow

312 Seiten / 17,95 €

011/2016 erschienen / ISBN 978-3-95462-753-0

Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale) www.mitteldeutscherverlag.de

 

Patienten als Opfer der SED-Politik

Anfang der 70er Jahre wurde in der DDR die Anti-D-Prophylaxe eingeführt. Das verwendete Anti-D-Immunglobulin wurde aus Blutplasma hergestellt. Im Frühjahr 1978 bestand der Verdacht, dass Spender an einer Hepatitis erkrankt waren, dennoch wurde das kontaminierte Blutplasma verwendet. Im Januar 1979 häuften sich Meldungen über Hepatitiserkrankungen bei Frauen, die eine Anti-D-Prophylaxe erhalten hatten. 1979 fand ein Geheimprozess statt, Betroffene und Öffentlichkeit wurden nicht informiert. Mit der vorliegenden Untersuchung werden die damaligen Ereignisse rekonstruiert und die Folgen für die Frauen und ihre Angehörigen analysiert.